Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis, englisch: P/E Ratio — Price-to-Earnings) ist die meistgenutzte Bewertungskennzahl an der Börse. Formel: KGV = Aktienkurs ÷ Gewinn je Aktie (EPS).
Ein KGV von 20 bedeutet: Anleger zahlen das 20-fache des Jahresgewinns. Oder: Bei gleichbleibendem Gewinn würde es 20 Jahre dauern bis der Gewinn den Kaufpreis "zurückgezahlt" hat.
Wichtig: Ein gutes KGV ist immer relativ zur Branche. Technologieaktien handeln oft bei KGV 30–50+ (hohes Wachstum erwartet), Banken bei KGV 8–15 (langsames, reguliertes Wachstum). Vergleiche immer innerhalb der gleichen Branche.
Man unterscheidet Trailing KGV (basiert auf tatsächlichen Gewinnen der letzten 12 Monate) und Forward KGV (basiert auf geschätzten Gewinnen der nächsten 12 Monate). Ein niedriges KGV ist nicht automatisch günstig — es kann auch eine Value Trap oder ein strukturell schrumpfendes Unternehmen signalisieren.
Ausführlicher Artikel
KGV ausführlich erklärt
Hinweis: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Dies ist keine Anlageberatung gemäß § 34b WpHG.