Replikation beschreibt, wie ein ETF seinen Referenzindex nachbildet. Es gibt zwei Hauptmethoden:
Physische Replikation: Der ETF kauft tatsächlich die Aktien des Index. Vollständige Replikation = alle Aktien; optimierte Stichprobenauswahl = nur eine repräsentative Teilmenge (bei sehr breiten Indizes sinnvoll). Vorteil: transparent, kein Kontrahentenrisiko. Nachteil: Bei sehr breiten Indizes teuer in der Umsetzung.
Synthetische Replikation (Swap-ETFs): Der ETF kauft einen Korb von Wertpapieren (nicht zwingend die Indexaktien) und schließt mit einer Investmentbank einen Swap-Vertrag ab, der die Indexrendite garantiert. Vorteil: Kann Steuern auf Dividenden reduzieren (besonders relevant bei US-Aktien). Nachteil: Kontrahentenrisiko — wenn die Swap-Partei ausfällt.
Für die meisten Privatanleger ist die Replikationsmethode zweitrangig. Bei gut regulierten Anbietern ist das Risiko gering.
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