Börsen-Glossar·~2 Min. Lesezeit

Börsenzyklus

Wiederkehrendes Muster aus Aufschwung, Überhitzung, Abschwung und Tief an den Aktienmärkten.

Der Börsenzyklus beschreibt das wiederkehrende Muster aus verschiedenen Marktphasen, die sich historisch immer wieder abwechseln. Das klassische Modell unterscheidet 4 Phasen:

1. Aufschwung (Recovery): Nach dem Tief erholen sich die Kurse. Stimmung: noch pessimistisch, aber Fundamentaldaten verbessern sich. Frühe Anleger kaufen.

2. Expansion (Bull Market): Breite Marktparticipation, steigende Unternehmensgewinne, optimistische Stimmung. Technologieaktien und zyklische Werte outperformen.

3. Überhitzung (Late Cycle): Bewertungen stark gestiegen, Inflation und Zinsen steigen, Zentralbanken straffen. Rohstoffe und Energie outperformen oft.

4. Abschwung (Bear Market / Rezession): Gewinnrückgänge, fallende Kurse, pessimistische Stimmung. Defensive Sektoren, Cash und Anleihen outperformen.

Wichtig: Zyklen verlaufen nie sauber — Phasen überlappen sich, Längen variieren stark.

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